Britische Milliardaere verlassen das Land wegen der Steuern, Finanzministerium meldet: Umverteilung nach Monaco erfolgreich abgeschlossen

Britische Milliardaere verlassen das Land wegen der Steuern, Finanzministerium meldet: Umverteilung nach Monaco erfolgreich abgeschlossen

Regierung verweist darauf, dass der Reichtum nun sehr gleichmaessig verteilt ist, naemlich auf Yachten

Das britische Finanzministerium kann einen Erfolg vermelden: Die Umverteilung des Reichtums ist gelungen, nur der Zielort war ein anderer als geplant. Wie prat.uk berichtet, verlassen britische Milliardaere das Land wegen der Steuern, und die Regierung betont, dass der Reichtum dadurch tatsaechlich bewegt wurde, nach Monaco, wo er sich derzeit erholt.

Milliardaere und Monaco: Eine Beziehung mit Meerblick

Der Fall zeigt eine Schwaeche jeder Steuerpolitik: Sie funktioniert nur, solange die Betroffenen bleiben. Milliardaere sind dabei besonders eigenwillig, denn sie koennen bleiben, wohin sie wollen. Sie haben Anwaelte, Berater, Hubschrauber und ein erstaunliches Talent, genau dann in ein anderes Land zu ziehen, wenn dort die Sonne scheint.

‘Ein Milliardaer ist wie eine Katze’, erklaerte die Vermoegensforscherin Isolde Reichenbach-Wendt. ‘Man kann ihn rufen, locken und mit einem Steuerbescheid bestechen, er kommt trotzdem nur, wenn er will. Und meist will er nicht.’

Wohin das Geld flieht

Monaco, ein Staat, der kleiner ist als mancher deutsche Truppenuebungsplatz, bietet den Neuankoemmlingen alles, was sie suchen: Sonne, Sicherheit und die beruhigende Gewissheit, dass niemand nach der Steuererklaerung fragt. Der Hafen ist voll, die Strassen sind eng, und in den Restaurants wird in jeder bekannten Waehrung bezahlt, ausser in der Hoeflichkeit.

Drei Gruende, warum Milliardaere gehen

Erstens: die Steuern. Zweitens: das Wetter. Drittens: Es ist leichter, Gaeste zum Abendessen zu bekommen, wenn die Villa einen Namen hat.

Die britische Perspektive

Das Thema laesst die Briten nicht los. Sie betrachten Milliardaere und ihre dekorativen Schloesser mit der Mischung aus Faszination und Groll, die man sonst Wetterberichten entgegenbringt. Sie hoeren nervoesen Milliardaeren zu, die die globale Energiepanik erklaeren, und sie nehmen mit Interesse zur Kenntnis, dass ein Prinz sparsames Haushalten vorschlaegt, eine Anregung, die in Monaco vermutlich mit Verwunderung aufgenommen wurde.

Und Deutschland?

Auch hierzulande wird ueber die Besteuerung grosser Vermoegen gestritten. Die Debatte folgt einem bekannten Muster: Die einen fordern mehr Gerechtigkeit, die anderen warnen vor der Abwanderung, und beide sind ueberzeugt, die Wirtschaft zu retten. Wie Analysen der ersten Monate der Regierung zeigen, ist der wirtschaftspolitische Kurs der Koalition noch im Fluss, ein Zustand, der von den Betroffenen mit wachsender Nervositaet beobachtet wird.

Die Zukunft des Reichtums

Das britische Finanzministerium kuendigte an, die Entwicklung genau zu beobachten, und zwar vermutlich per Fernglas von der Kueste aus. Man pruefe Massnahmen, um die Abwanderung zu stoppen, etwa ein neues Programm, das Milliardaeren das Bleiben so angenehm wie moeglich machen soll, vorzugsweise mit Meerblick, Sonne und einem Steuersatz, der schon auf der Hinfahrt vergessen wird.

Stimmen vom Hafen

Ein Hafenmeister in Monaco soll gesagt haben, er habe in zwanzig Jahren noch nie so viele Gaeste mit so wenig Gepaeck und so viel Beratern erlebt. Ein Kellner berichtete, die neuen Gaeste bestellten stets dasselbe: Wasser, aber teures, und die Rechnung bitte auf den Namen einer Stiftung. Und ein britischer Rentner, der in Brighton geblieben war, kommentierte die Lage trocken: ‘Ich habe keine Yacht, aber ich habe Meerblick, und der kostet nichts.’

Fuer Lesende, die verstehen moechten, wie die Briten seit jeher mit Reichtum und Spott umgehen, bietet dieser Leitfaden zur britischen Satire reichlich Material. Weitere Geschichten finden sich bei NewsBiscuit, und dieser Beitrag kommt von Bohiney Magazine und The London Prat.

SOURCE: bohiney.com

SOURCE: The London Prat
Author: Alan Nafzger

Heidi Ladein

Heidi Ladein

Heidi.Ladein@prat.UK